Details zur Veranstaltung

Titel
Umgang mit Schuld- und Schamgefühlen – Einfühlsame Begleitung von Eltern
Beginn
25.11.2024
Art der Veranstaltung
Fort-/Weiterbildung
Referent*in
Thomas Wandelt, Trainer, Supervisor und Krisencoach, ausgebildet in Focusing, Psychodrama, Logotherapie und Existenzanalyse
Veranstalter*in
Akademie der Björn Schulz Stiftung
Hauptsächliche Zielgruppe
multidisziplinär
Veranstaltungsort
Björn Schulz Stiftung: Wilhelm- Wolff-Straße 38, 13156 Berlin
Bundesland
Berlin
Land
Deutschland
Beschreibung

Ein Kind mit einer lebensverkürzenden Erkrankung zu haben, bedeutet für viele Eltern, sich die „Schuldfrage“ zu stellen. Wer sich schuldig fühlt, lebt im schlimmsten Fall zwischen erster (Pränatal-)Diagnose und eigenem Tod unter einer düsteren Wolke, in Selbstanklage und freudloser Apathie. Aber selbst dann, wenn schuldhaftes Verhalten für die Erkrankung ursächlich ist, brauchen Eltern im Interesse des Kindes und ihrer selbst einen Weg, mit diesem mächtigen, negativen Gefühl angemessen umzugehen.
Was ist „angemessen“? Der erste Tag dieses Seminars führt über psychologische und ethische (nicht juristische) Grundlagen zum Thema Schuld zu Anregungen, wie Eltern einfühlsam begleitet werden können.

Schuld und Scham sind, wie Vorder- und Rückseite einer Medaille, miteinander verknüpft, und werden daher in diesem zweitägigen Seminar gemeinsam behandelt.

„Was sollen die Leute denken…!?“ war einst ein elterlicher Satz, Kinder in der Öffentlichkeit zu bürgerlichem Wohlverhalten führen zu wollen, „schäm Dich!“ eine verschärfte Form der Verhaltenssteuerung. Das Wissen um die lebensverkürzende Erkrankung oder um die Behinderung des eigenen Kindes kann tiefe Schamgefühle hervorrufen, manchmal in der Öffentlichkeit, in der Unübersehbarkeit des „Makels“, verschärft – was werden die Leute wohl denken? Scham ist eines der mächtigsten Gefühle, die wir erleben können, so stark, dass es innerlich oft abgewehrt und umgewandelt wird, transformiert z.B. in Wut. Schon das Sprechen darüber ist durch eine mächtige Sprachbarriere erschwert. Wie also kann Eltern mit diesem Gefühl Unterstützung gegeben werden, wie schamsensibel die Scham thematisiert werden?

Organisationsform
einmaliger Termin
Bildungsurlaub
nein
CME-zertifiziert
nein
Veröffentlicht am
10.06.2024

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